Mein Brief an die bayerische Staatskanzlei und meine Petition – hier zum Download

Hier kann die von mir verfasste Petition, bzw. mein Schreiben an die bayerische Staatskanzlei als PDF oder Word heruntergeladen werden.

Falls noch jemand Vertipper, Ausdrucksfehler oder sonstige Fehler findet kann er mich ja darauf hinweisen.

Mein Brief an die bayerische Staatskanzlei

Meine Petition an den Peitionsausschuss des bayerischen Landtags

Videos der Belanglosigkeit

Zerstreuung im  Zeitalter der Digitalisierung und des verordneten Hausarrests

Aus Digitälchen wird Digital

Als Kind der 80’er, Baujahr 1969 mit Jugendzeit in den 80’er Jahren, Vertreter der Generation X, zweite Nachkriegsgeneration, post Wirtschaftswundergeneration, die noch die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs deutlich sehen und spüren konnte und noch mit Zeitzeugen der Täter- und Opfergeneration sprechen und sozial interagieren konnte, bin ich in die Pionierphase des Digitalzeitalters hineingeboren. Bereits mit 13 Jahren, als andere noch auf alten TA-Schreibmaschinen (für Kohlenstoffhüpfer: das ist eine Schreibmaschine) herumtippten, hatte ich in meinem Kinderzimmer einen ZX-81, später einen ZX-Spectrum und zu guter Letzt einen C-64 stehen. Neben dem Gebrauch als Spielekonsole widmete ich in meiner frühen und mittleren Teenagerzeit meiner 8-Bit Rechenmaschine viel Freizeit.

Wie viele andere Kinder und Jugendliche hatte auch ich eine elektrische Eisenbahn – Märklin H0. Große Bereiche unseres Kellerinhalts, wir wohnten als 4-köpfige Familie in einer 3-Zimmer Wiederaufbauwohnung, mussten der Pressholzplatte mit aufgepappter Landschaft und aufgeschraubten Blechgleisen weichen. Haftrelais aus einem GUm der deutschen Post sorgten, quasi als mechanische 1-Bit Speicher, für die Weichen- und Signalstandanzeige auf dem Gleisschaubild, mit schwach dimmenden Funzel LEDs, in einer Zeit als noch keiner an LEDs als Beleuchtungsmittel dachte, ja dies noch nicht mal in Ansätzen für möglich hielt. Jede Schalterbewegung wurde mit einem Klick der Weiche oder einem leisen Klack des Flügelsignals und einem satten Klack des Ralais quittiert, lange bevor Comfort Noise und haptisches Feedback erfunden waren.
Bereits zu Prä 8-bit Zeiten unternahm ich die ersten Programmierversuche auf einen „Busch Computersystem 2090“ und programmierte auf diesem System meine erste Automatisierung für die Eisenbahn – alles hardcoded versteht sich. (man beachte den fetten Elko)

Busch Computersystem 2090

Nach der 8-Bit Phase gab es erst mal eine computerlose Zeit – andere Interessen. Den C-64 habe ich verkauft. Brauchte Geld um es mit den Kumpels auszugeben. Schöne Zeiten, turbulente Zeiten, teure Zeiten folgten und mit ihnen kamen die persönlichen Pleiten. Discotheken, Musik, Mädels und mit Kumpels rumhängen war halt doch besser als zu Hause herumzunerden. 1989 kam dann noch der Flugplatz dazu. Eigenständig ein Flugzeug fliegen – ein Kindheitstraum, dann Realität, und 2019 endete es in einem Albtraum.

Äh, nein, ich hatte keinen Unfall mit dem Flieger.  Der Albtraum war eher zwischenmenschlicher Natur.

Spätestens seit 1985, dem Erwachen des Amiga 1000, der bei seiner Markteinführung ein Vermögen von 8000.- DM kostete, startete die Digitalisierung der heimischen Kinder- Wohn und Arbeitszimmer rasant durch.

Meine Facharbeit im Fach Physik schrieb ich auf einem Atari 1024 ST, allerdings klebte ich die Graphen für Messwerte als Millimeterpapierschnipsel ein. Der finale Druck nebst Klebeaktion fand in der Nacht von Sonntag auf Montag statt, Stunden vor der Abgabe versteht sich.

Gefolgt von einem Amiga 500 und einem Amiga 4000 begann für mich gegen Ende der 90’er – ich habe meinen Amiga erst 2017 verschrottet – die PC Zeit, beginnend mit einem 486’er ohne FPU über zahllose kanibalisierte Systeme bis zu meinem ersten selbst zusammengestellten Rechner mit einer Athlon CPU mit sagenumwobenen 600 MHz Taktrate und einem Kern (versteht sich), sowie einer Prä Geforece 2 Grafikkarte mit Fix-Pipeline Shadern.

Die logische Konsequenz meiner biographischen Vorgeschichte war der Studienwechsel von einem Lehramtsstudium auf ein Informatikstudium und später mein berufliches Debut in der Entwicklung von Computerspielen. Natürlich arbeite ich auch heute noch in der Softwareentwicklung, als „Informatiker ohne Diplom“, wie ich es immer zu nennen pflege.

Der tiefere Sinn dieser Berufung wankt gerade aus aktuellen Anlässen, wie ich weiter unten noch weiter ausführen werde.

Vorübergehende Krise ?

Selbstfindungsphase ?

Altersstarrsinn ?

Paradigmenwechsel ?

Who knows ? Aber weiter im Text …. (sobald ich den Kommentar losgeworden bin, dass ich Fragezeichen und Ausrufezeichen Plenke das ist Absicht und in Frankreich normal wie Gelbwesten und der Verzehr von Schnecken und Froschschenkeln)

Doch nach all dieser digitalen Vorgeschichte fasziniert mich in den vergangenen Jahren die Mechanik mehr und mehr. Was für unsere Großeltern noch das natürlichste der Welt war, ist für uns heute unvorstellbar geworden:

  • Kein Internet
  • Dampfloks und Dampfmaschinen
  • Schwarzweiß Fernsehen
  • Den Acker mit dem Ochsen pflügen
  • Kein elektronisches Gerät mit Mikroprozessor
  • Kein fließendes Wasser und die Toilette ist ein Plumsklo – für einen Klogang musste man das Haus verlassen.

Egal wie ausgeklügelt eine Steuersoftware doch ist, ohne die Arbeit von Tüftlern, Ingenieuren, Technikern, Schlossern etc. bleibt Software eine in Speicher und Prozessor abgeschlossene Welt, die bestenfalls noch ein Fenster in virtuelle Welten offenbart.

In einer Zeit, in der es normal ist im Büro zu arbeiten und für viele normal ist „was mit Computern zu machen“ suchen Handwerksbetriebe händeringend nach neuen Azubis und finden diese in den seltensten Fällen. Wäre ich heute jung, wäre ich heute gefordert mein Leben zu planen, dann würde ich lernen ich Holz oder Metall zu verarbeiten, im besten Fall beides.

In der Softwareentwicklung ist heute nicht mehr viel zu reißen. Die interessanten Aufgaben sind alle gemacht. Es bleiben einige wenige Nischen. Der Neue Hype heißt Robotik und AI, alles samt in den Händen von Konzernen und neuartigen Drittmittellehrstühlen. Der Rest darf sich um die Alltagsarbeiten kümmern: Webseiten, Altlasten pflegen, Daten von A nach B schubsen, eben den Kram, den man tut, wenn man nichts anderes gelernt hat.

AI in Verbindung mit Quantencomputing ist ein heißes Eisen. Der Grund hierfür liegt im Bereich der Metaphysik und soll daher hier nicht diskutiert werden. Insbesondere ist es keine intellektuelle Herausforderung ein AI-System aufzusetzen. Diese beschränkt sich darauf neuronale Netze zu einer Gesamtarchitektur zusammenzusetzen, die Eingabedaten entsprechend zu konditionieren, sowie die Netzausgabe zu interpretieren. Das ist wie Daten von A nach B schubsen mit anderen Verarbeitungsmethoden, wie Legohäuser bauen mit Tastatur und Maus. Mit elementarer Entwicklung hat das nichts mehr zu tun.

Bleibt als einzige Nische die Robotik, und das hat mit Mechanik zu tun, denn Roboter sind keine Objekte der virtuellen Welt. Doch Roboter haben auch ihre Gefahren. Dennoch, richtig eingesetzt, können Roboter, wie die AI ebenfalls, sehr hilfreiche Werkzeuge sein. Allerdings rückt hier, wegen der zu erwartenden Gefahren, das Thema Ethik wieder in den Vordergrund. Leider haben es nur wenige erkannt. Generation Hype und Kohlehüpf, auch als Generation Z bezeichnet, besitzt hierzu noch nicht mal die notwendigen kognitiven Fähigkeiten, geschweige denn das nötige Wissen (0 Ergebnisse in 0,00 Sekunden ). Ausnahmen gibt es freilich, das lässt hoffen.

Ich will ja nicht klingen wie Aristoteles.

Chance oder Fluch ?

Digital- und Computertechnologie können auch für die Zukunft eine große Bereicherung für uns Menschen sein, bergen jedoch auch gewisse Risiken.

Kommunikation per Facebook, What’s App, Telegram etc. sind sicherlich eine Erleichterung, aber ein kabelgebundenes Telefon mit Wählscheibe (für Gretakinder : sowas hier) hat es in den 80’ern ebenfalls getan. Das ist keine Nostalgie, sondern eine Feststellung.

Wenn man mit dem Fahrrad oder dem Auto auf unbekanntem Terrain unterwegs ist, dann ist es sicherlich, insbesondere nachts, hilfreich auf ein GPS/Galileo/GLONASS gestütztes Navigationssystem zurück greifen zu können, aber eine Wanderkarte tut es, zumindest tagsüber- ebenfalls – und man verliert dabei nicht die Fähigkeit der Orientierung im Gelände. Und ja, ich habe noch Koppelnavigation mit Kompass und Karte gelernt und kann auch einen Aristo Aviat bedienen. Auch in meiner studentischen Zeit als Taxifahrer wusste ich, wo in einer Ortschaft der Stadtplan steht und wie man sich den Weg zu seinem Fahrgast schnell einprägen kann.

Google ist Dein Freund – hat mich aber nicht mehr so dolle lieb wie vor 10 Jahren noch. Die Qualität der Google Suche hat in den vergangenen 10 Jahren Federn gelassen. Eine Suche nach einem fachbezogenen Thema lieferte vor 10 Jahren noch den richtigen Treffer auf der ersten Seite, und das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Heute muss man sich durch dutzende dumme stackoverflow.com Kommentare oder das Kommentarwesen sonstiger fachebzogenen Communities, deren antiautoritär erzogene Population zumindest bei mir den Eindruck einer wachsenden Anarchie hinterlässt, klicken, bevor man frustriert feststellt, dass die Lösung nicht zum Problem passt. Frei nach Dieter Nuhr gilt auch hier: Man darf eine Meinung zu einem Thema haben und diese äußern, man muss es nicht.

Leider ist es zu einem Reflex geworden, beim Abfragen von Wissen Google zu bemühen. Dabei sollte es nicht verwundern, wenn Merkfähigkeit und Wissen durch Abfragen aus dem Netz ersetzt werden. Das Ganze hat zumindest einen Vorteil: Man kann sich beim Ausfall des Smartphone Akkus, bei Verlust oder Diebstahl des täglichen Begleiters oder bei einer fatalen Spider App zumindest schon einmal an das Gefühl der Altersdemenz gewöhnen. Unsere Generation muss für dieses Privileg noch etliche Jahrzehnte warten.

Youtube hat das Fernsehen verdrängt, aber dank Influencer und ARD/ZDF/SPON/RTL Präsenz auf Youtube ist Youtube heute DAS FERNSEHEN. Da hätte ich bei der Trennung von meiner Ehefrau den ollen Röhrenapparat (für Kohlenstoffhüpfer und Gretakinder hier eine Erklärung was das ist) vielleicht doch mitnehmen sollen – man kann zumindest einen ZX81, ZX Spectrum oder C64 dran anschließen.

Noch kann man Youtube als Speaker’s Corner nutzen, aber dank Corona COVID19 Bleib zu Hause Stasi/Nazi/-Ermächtigungsgesetz wird auch hier eine Zensur in Zukunft nicht lange auf sich warten lassen – die Offensive hat 2019 bereits begonnen.

Hier wollen sich einige Leute wohl nicht das Meinungsmono/oligopol aus der Hand reißen lassen, bzw. sie wollen es wieder zurück erlangen, während andere händeringend gerade um die letzten Zipfel einer alternativen Anschauung ringen und so manches alternative Medium mit Zensur und rückläufigen Zuschauerzahlen zu kämpfen hat.

Mit hoch seriösen (Ironie bitte erkennen, wenn sie angewandt wird) Verweisen zu Wikipedia Artikeln und natürlich Psiram Einträgen der Kanalbetreiber, hat man den schmutzigen Krieg gegen alternative Ansichten längst begonnen. Meinungen, die nichts in den verordneten Deutungsrahmen passen sind halt keine legitimen Meinungen – und Fakten sind nur dann Fakten, wenn es dafür eine Mehrheit gibt (den Unsinn musste ich mir neulich mal anhören) und wenn sie hoch offiziell aus einem hierfür zertifizierten Fernschreiber tickern oder sonst irgendwelchen als seriös geltenden Instituten stammen, unabhängig von welchen Motiven diese sonst noch getrieben werden. Das Ministerium für Wahrheit lässt grüßen. Pipi Langstrumpf ebenso. (wir bau’n uns die Welt ….. )

Alles andere wurde zu Fakenews deklariert – per Law&Order sozusagen und ist zur großangelegten Stigmatisierung freigegeben. Vogelfrei, nannte man das früher und im Mittelalter konnte man durch die Inquisition schon mal auf dem Scheiterhaufen landen.

Die Atheistische Inquisition der heutigen, gottlosen, Welt gestaltet ihre Scheiterhäufen eher subtiler, durch Rufmord, Denuncation (oops, merke gerade dass es hierfür kein offizielles Substantiv gibt) oder noch subtiler per NLP. Framing ist auch ganz nett. Setze den Deutungsrahmen und alle Gegenargumente verdampfen zu Nichts.

Körperverletzung mittels psychischer Folter – die Qualen der verbrannten Hexe waren wenigsten kurz nach Beginn des Aufloderns der Flammen vorbei. Die Opfer dieses teuflischen Rituals im Namen der römischen Kirche sind bereits in einer frühen Phase an den giftigen Dämpfen erstickt, bevor ihre organische Hülle denn von den Flammen verzehrt wurden. Ein wenig Gnade im Angesicht der lodernden Hölle.

Atheistisch Inquisitorisch geben sich die Vertreter der naturwissenschaftlichen Fakultäten und halten sich dabei oftmals nicht so sehr an die eigenen Paradigmen – ganz wie der Klerus, als er sich seinem Ende zuneigte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich es mal für eine gute Idee hielt, wenn Wissenschaftler die großen strategischen Entscheidungen treffen. Nun, ich war damals jung und brauchte die Erfahrungspunkte. Konnte ja damals noch nicht wissen dass es sowas wie Gottlosigkeit geben würde.

Es gibt Menschen denen die Überstrapazierung der Logik Schmerzen bereiten, ebenso wie der Verrat an den eigenen Werten (nein, damit sind keine Aktienkurse gemeint).

Ja, ich liebe HD Qualität, Videoschnittprogramme, mein Cuebase, mein CAD-Programm und die noch nicht von Influenza – oops Influencern – verseuchten YT Kanäle, sowie meine WORD-Schreibmaschine, meine IDE und meinen 3D-Slicer, doch ich sehe die Welle des Shits und die Wiedergeburt des Meinungsmonopols wieder auf uns zurollen.

Man muss aber nicht jeden Dreck kommentar- oder widerstandslos über sich ergehen lassen und wird nicht zum Bedenkenträger, nur weil man auf mögliche Gefahren hinweist, die im allzu leichtfertigen Umgang mit den digitalen Technologien auftreten können.

WIDERSTAND IST ZWECKLOS

Und wenn dann bitte konform, behind the science united, von Blockwarten organisiert und sauber vom Schmutz der Kritiker frei gehalten. Keimfreies Demonstrieren ganz ohne schwarzen Block. Die guten Systemgegner der Generation Z, die man in Wirklichkeit so richtig am Nasenring durch die Manege zieht.

Und ich warte auf den Moment wenn sie es merken. Das würde ich dann ein Eigentor nennen. Oder einen Feldversuch.

Hinweis zu diesem Link: Nein, ich bin nicht Pro Asyl, zumindest nicht bedingungslos. Aber ich bin sicherlich auch kein Freund davon Menschen zu erschießen oder ersaufen zu lassen.

„I mog nimmer“. Und das Thema „Gender“ bzw. „Political correctness“ bekomme ich jetzt nicht mehr unter … wäre schon möglich, aber es gibt ja wichtigere Sachen im Leben.

NACHTRAG- Heute in den Ticker geflattert:

Das Robert-Koch-Institut hat die Zählweise geändert. Das erhöht die Fallzahlen.

Die bayrische Staatsregierung hat die Ausgangsbeschränkung um 2 Wochen verlängert und wenn man sie nicht stoppt, dann hört das nimmermehr auf, wie der „Krieg gegen den Terror“. Man sollte jetzt deutlich dagegen aufbegehren, bevor es zu spät ist.

Unverdorbene Nischen im multimedialen WWW

Ich habe eine neue Leidenschaft für mich entdeckt. Mechanisches Design, natürlich digital und in 3D. In einer Zeit des – teils mehr oder minder freiwillig auferlegten, teils staatlich verordneten – Hausarrests hat man viel Zeit. Zeit für Projekte, die man längst angehen wollte, Zeit um Texte wie diesen zu schreiben und vor allem Zeit für Medienkonsum. Dabei ist mir im Moment alles recht, so lange es nichts mit Politik, Wirtschaft oder dem Thema Covid19 zu tun hat. Sehe ich das Wort „Corona“, dann sehe ich rot und klicke alles andere, nur nicht dieses Video oder diesen Beitrag an. Interessant und lehrreich finde ich Videos über Reptilien, von mir aus auch Fail- oder Katzenvideos oder auch – und darum geht es hier – Videos über Maschinen oder Handwerk, auch wenn ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass diese in der heutigen Zeit bewusst gepusht werden.

Es gibt offenbar viele Menschen, die sich die Mühe machen, ob beruflich oder in ihrer Freizeit vermag ich nicht zu sagen, Produktionsprozesse, handwerkliche Arbeiten oder nostalgische Maschinen zu präsentieren, in schönen und professionellen Schnitten (was dann eben schon auf eine professionelle und damit finanzierte Produktion hinweist).

Das letzte unbesudelte Ressort des Medienkonsums ist für mich genau hier zu finden, in den politisch inhalts- und belanglosen Videos, in denen Menschen ihre Reptiliensammlungen, Handwerkskünste oder auch nur Videoschnittkünste zum Besten geben. Auch fail compilations haben so etwas schön unpolitisches und der Trieb der Schadenfreude kann – ohne die Gefahr das Opfer einer Übersprungshandlung des Geschädigten zu werden – genussvoll ausgekostet werden.

In einer Zeit der Abstinenz nach einer Zeit der Alarmiertheit, nach einer langen Zeit der Zerstreuung, sowie der künstlerischen und körperlichen Ertüchtigung – man könnte diese Kette noch über 2 Jahrzehnte in die Vergangenheit treiben – kann man hier genau das richtige Maß an erträglicher Belanglosigkeit erhalten. Verfall der Bildung, weltpolitische Brisanz und vor allem ein Krankheitserreger, der nach der Atmosphäre der Sonne benannt ist – gerade zum Zeitpunkt des solaren Aktivitäsminimums welches sich in 11-Jahreszyklen vollzieht – oder alternativ auch nach einem mexikanischen Fuselgebräu, rücken dabei in das Rauschen der Belanglosigkeit, als seien sie dauerhaft aus der Raumzeit verbannt.

Eigentlich schön, sich jetzt gerade mal nicht im Hamsterrad zu befinden und nach einer persönlichen Krise genau die richtige Erholung für mich, wäre da nicht der Ärger über den Big Brother, von dem gerade weltweit Hausarrest verordnet wird, um den Crash abzufangen, der durch ein vermurxtes Geldsystem turnusmäßig entstehen muss. Das schöne für die Protagonisten ist, dass es keinen Schuldigen gibt. Man kann getrost mit dem Finger auf das böse Corona zeigen, nachdem diese Nummer mit dem CO2 schon nicht funktioniert hat.  (Ach herrje, ich bin schon ein bösartiger Gedankenverbrecher).

Das wäre ansich nicht weiter schlimm, doch ich sehe schon die Opportunisten der Gesundheits-, Impf- und Pharmalobby sowie der politischen Kaste, wie sie sich gerade an der Krise gesund profilieren – zumindest bis zum nächsten Skandal. So lange mein Körper Pharmafrei bleibt soll’s mir recht sein.

Den armen Schweinen in den Intensivstationen sei der kurze Ruhm gegönnt. Die können am allerwenigsten dafür. Dafür sind hoffentlich fette Entschädigungen und Prämien drin … aber ich befürchte die langfristigen Lorbeeren ernten hier ganz andere Kaliber. Es steht zu befürchten, dass hier die Brandstifter in den Kommandozentren der Feuerwehren zu suchen sind, mit fälschungs- verzerrungs- und blendungserprobten Pharma-Statistikern als Helfershelfer.

Andererseits: Berufsrisiko, ebenso wie die Staublunge des Minenarbeiters oder der fixierte Rundrücken des Schreibtischtäters.

Als Funke der Hoffnung bleibt hier noch der Gedanke dass es vielleicht eine Rekrutierungswelle in den Pflegeberufen nach sich ziehen könnte, wobei der US Airforce Rekrutierungserfolg von Top Gun wohl kaum zu toppen sein dürfte. Vielleicht gelingt es auf diese Weise zumindest der Bewegung „Fridays for Future“ eine neue  Stoßrichtung zu geben und sich mal mit den tatsächlichen Problemen unserer Zeit auseinanderzusetzen, anstatt gegen den Stoff zu Felde zu ziehen aus dem  ihre organischen Hüllen gemacht sind. Es geht ja schließlich um das, was auf dem Deckel steht: um ihre Zukunft, nicht um ein Gas, welches 4% ihrer ausgeatmeten Luft ausmacht. Ich gebe die Hoffnung noch nicht ganz auf und hoffe dass Aristoteles auch diesmal, wie bei allen Generationen zuvor, irrt.

Anmerkung: Diese blöde Rechtschreibkorrektur kennt noch nicht mal das Wort „Raumzeit“ oder „spacetime“)

Apropos Corona. Befriedigend sind auch zeitgeraffte Bilder der Aurora Borrealis mit Eso-Sound.

(wer diesen logischen Schluss jetzt nicht verstanden hat, bitte nochmals diesen Abschnitt aufmerksam durchlesen. Hinweis: Corona ist nicht nur ein Bier oder der Name eines Krankheitserregers, sondern ….. )

Befriedigung durch Videos

Nun, dieser Abschnitt soll nicht, wie der Titel vielleicht suggeriert, eine Werbung für Pornhub oder andere Auswüchse der Körperlichen Stimulanz, sein, sondern eher einen Hinweis auf Videos, die sich mit den elementaren Dingen des Menschseins beschäftigen:

  • Handwerk,
  • Kunst
  • Kreativität
  • Freizeitgestaltung

Die Genüsse der Kreativität haben in meinem Fall den kurzzeitigen Genuss eines satten Orgasmus ohnehin längst abgelöst, wobei letzteres in einer gepflegten und emotionalen Zweierbeziehung auch nicht zu verachten ist, vor allem wenn man 14 Jahre lang abstinent war und man sich lange nicht mehr den Zwängen der unersättlichen Partnerin hingeben musste, nebst allen anderen Unannehmlichkeiten, die ein partnerschaftliches Zusammenleben noch so mit sich bringt. Zumindest in meiner Erfahrungswelt. Es soll ja Beziehungen geben, die funktionieren.

Das angenehme erwähne ich nicht, das versteht sich von selbst.

Eines ist gewiss: Die Zeit der knackigen Ärsche ist für mich jedenfalls vorbei, aber es gibt reizvolle Geheimnisse im weiblichen Universum, die ich noch nicht ergründet habe – aber lassen wir das.

Körperliche Lüste und Zweierkisten sollen hier nicht das Thema sein und die Illusion einer eigenen Familie habe ich mir schon vor 20 Jahre gründlich verbaut. Man soll halt keine Frau heiraten, die man in der Disco kennengelernt hat, schon gar nicht wenn ….

Nee, ich verkneif mir diesen Kommentar. Heute kauft man die Katze in Tinder Säcken, meist für nen schnellen Fick. Ein echtes Snapchat Liebesleben, wobei ein knackig kurzer Fick noch nicht mal das altgriechische Wort Eros verdient. Für sowas hatten selbst die Griechen keinen Begriff, und die hatten für das Wort Liebe gleich 5 wohldifferenzierte Begriffe. Gab halt damals noch kein Snapchat – und auch kein Tinder, sonst hätten heute Humanisten eine Vokabel mehr zum Lernen.

Einem Kind der 80’er wäre dies aber schwierig zu vermitteln gewesen. Erkläre mal jemandem ‚tindern‘, der ein displayloses Telefon noch über eine Wählscheibe bedient bzw. dessen einziges Pointerdevice an seinem Homecomputer ein Joystick ist. Viel Spaß beim Blättern.

In den 90’ern musste man sich noch nicht mal anstrengen, da hat’s kein Tinder gebraucht. Die Mädels sind auf einen zugekommen und haben sich angeboten, manchmal mehr, als einem lieb war. Die frühe Geburt kann eine Gnade sein. Digitale Matchmaker sind jedenfalls ein Fluch. Die Digitalisierung sollte dann doch oberhalb der Gürtellinie bleiben.

Aber ich schweife ab.

Wie nehme ich eine Dampflok in Betrieb?

Beginnen wir beim ersten Video. Die vollkommen belanglose Frage nach der der Inbetriebnahme einer Dampflok wird in diesem Video beantwortet.

Dieses Wissen hat für mich überhaupt keinen praktischen Nutzen, aber es hat mich schon immer interessiert, ja ich empfinde es sogar wertvoller als die Beantwortung der Frage nach dem Aussehen eines schwarzen Lochs, oder die endgültige Lösung des Urknallparadoxons.

Eines ist gewiss: Einfach einsteigen und den Zündschlüssel umdrehen funktioniert so nicht. Dies hat den Vorteil, dass das Lenkradschloss nicht klemmen kann, und das aus zwei Gründen:

  1. Es gibt den Zündschlüssel nicht
  2. Die Lok fährt auf Schienen und hat kein Lenkrad

Another known fact of industrial history.

Im Zeitalter des ICE aber vollkommen nutzlos.

Früher hatte man die Sorge dass der Kessel nicht explodiert, heute sorgt man sich um den Ausfall der Klimaanlage. So ändern sich die Zeiten.

Große Spielzeuge für große Kinder

Wer es gerne etwas kleiner mag, es muss ja nicht H0 sein, stellen hier große Kinder ihre großen Spielzeuge vor. Die 1 zu Schlagmichtot Nachbauten sind echte Dampfloks, die allerdings wegen ihrer Größe und Spurweite nicht für den Gleisverkehr geeignet sind – zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.

Mich überrascht ein wenig dass die Bremsen auf Überdruck schließen, denn eigentlich ist es bei der Bahn genau anders rum. Nun, das ist Amiland und kein Überlandverkehr. Andere Länder, andere Sitten.

Most satisfying production process

Wie kommen die Borsten in einen Besen oder die Zahnbürste? Was haben Toffifee mit Tennisbällen gemeinsam oder woher kommen die Profilnoppen in Golfbällen? Wer wickelt eigentlich den Kupferdraht eines Motors auf den Anker?

Das ist wie „Die Sendung mit der Maus“ ohne Erkläronkel, allerdings mit Soundtrack.

Reptilophilie

Eine Faszination für Reptilien, insbesondere Schlangen, hatte ich schon immer. Eine Unzahl von Reptilienhaltern und Reptilienzüchtern stellen ihre Lieblinge, teil mit erstaunlicher Professionalität, auf Youtube zur Schau.

Da wäre beispielsweise „Mr. Spicy Meatball“ Chandler aus Florida mit seiner Königskobra Kevin. Man kann den Eindruck gewinnen als wäre „Kevin“ mehr als nur ein Haustier, aber ich sagte ja bereits: keine Schweinereien.

Ich würde mir zwar vor Angst in die Hose pissen, aber es ist immer wieder ein Genuss ihm dabei zuzusehen. Ein großer Bonus: er verfüttert normalerweise keine lebenden Tiere und wenn, dann zeigt er das nicht.

Man darf meiner Meinung nach zwar gerne die Brutalität der Realität zur Schau stellen, aber es gibt unter diesen Reptilophilen durchaus auch einige Idioten, die sich einen Spaß daraus machen Nagetiere zu foltern.

Zu den Favoriten dieses Südafrikaners namens Dingo Dinkelmann gehören Schwarze Mamas, Königskobras, Kraits und Taipane – alles samt Elapiden, keine Vipern dabei. Dabei hat er schon einiges an lebensbedrohlichen Bissen weg stecken müssen, u.a. auch den Biss einer schwarzen Mamba, die eigentlich gar nicht schwarz, sondern grau ist.

Zahlenfetischismus

Eine unglaubliche Anzahl von Youtube Kanälen beschäftigen sich mit dem Thema Mathematik, nicht für Schüler geeignet, sondern richtig tiefgreifen. Sehr unterhaltsam, aber nicht im Geringsten anspruchslos, ist Michel von V-Sauce.

Wie viele Dinge gibt es?

VSauce behandelt trivial erscheinende Themen in einer rational/philosophischen Art und Weise, dass es immer wieder ein Genuss ist zuzuhören.

Numberphile, ein eigentlich hochwertiger Kanal, in der nerdige Mathematiker über alles sprechen, was mit Zahlen, Zahlenmengen etc. zu tun hat, hat sich 2014 eine regelrechte Schlappe mit diesem Video geleistet.

Es geht um diese behauptete Gleichheit:

Mit anderen Worten: Wenn ich alle natürlichen Zahlen (also 1,2,3,4,5 …) zusammenzähle, dann kommt – 1/12 raus. WTF?

Und hier kommt der Beweis … also – der „Beweis“:

Ich würde mich für diesen Beweis in Grund und Boden schämen, dabei bin ich kein Mathematiker. Die Auflösung dieses Bluffs kommt natürlich von einem Franken, genauer genommen von einem gebürtigen Würzburger namens Burkard Polster.

Wenn man Algebra mit Werten macht, die gar nicht existieren, dann wird’s halt falsch.

Und wieder muss an der Würzeburgs Wesen, die mathematische Welt genesen.

Dafür hat man ihm ein Denkmal gesetzt. Was für ein scheiß Wetter auf diesem Bild.

Dabei fällt mir grad ein: Hier ist ein Zug der fährt quer durch meine Hood:

Hat aber das absolut nichts mit meinem Thema zu tun.

Zeitlupe extrem

Was ist faszinierender als das genaue Studieren eines alltäglichen Vorgangs, der sich normalerweise einer Beobachtung entzieht, weil er zu schnell abläuft. Zwei Herren, die genau das tun, sind die Slow Mo Guys, Gavin Free und Daniel Gruchy. Ihr Geschäftsmodell sind Zeitlupenvideos. Zentraler Punkt ihres Tuns ist normalerweise Zerstörung in bis zu 170000 FPS.

Wo hat man sonst die Möglichkeit zu beobachten wie eine CD sich unter dem Einfluss von Zentrifugalkräften bis zum Bersten windet?

Manchmal wird auch gesprengt.

Sehr unterhaltsam und lehrreich, wenn auch, unterm Strich betrachtet, doch eher ohne großen weltpolitischen Belang, eben belanglos.

Wissenschaft im Hinterhof

Dutzende Jugendliche filmen seltsame Experimente im Eigenheim, in Garten oder irgendwo auf dem Feld. Das läuft unter dem Namen „Wissenschaft“, hat aber mit der Schaffung von Wissen nichts zu tun.

Erinnern wir uns an unsere eigene Jugend, beim elektrolysieren von Wasser, der Herstellung von Schwarzpulver oder anderen destruktiven Experimenten? Das wird heute nicht nur ausprobiert, sondern gefilmt. Die Qualität des Dargebotenen reicht von grottenschlecht bis lehrreich, läuft unter dem Namen „wissenschaftlich“, ist aber alles in allem ein Aufguss von längst, zeitweise schon seit Jahrhunderten, bekannten Tatsachen.

Auch wenn ich es nicht wusste, ich gehe davon aus, dass die Wirkung von Gallium auf Aluminium schon seit geraumer Zeit bekannt ist. Was ich hier vermisse ist die Erklärung warum sich Gallium so verhält.

Hier noch ein weiteres Video dieses Hinterhof“wissenschaftlers“:

Etwas bemühter um die realen Hintergründe ist dieser junge Chemie Nerd. Der besondere Charme seines YT-Kanals:

  • Er erklärt was er da tut, notfalls mit stöchiometrischen Formeln
  • Er zeigt auch Fehlversuche
  • Er dokumentiert seinen Progress

Mir wird jetzt schlagartig klar, warum Menschen bei einem drohenden Shutdown der Volkswirtschaft glauben, dass Scheißhauspapier offenbar das wichtigste ist, was sie jetzt kaufen müssen.

Scheiß auf Corona – Schnaps aus Scheißhauspapier heißt die Notration des Tages.

Fazit

Die Welt ist ein Irrenhaus und ich bin mittendrin. Das ist so weit ok. Gerne würde ich in einer anderen Gesellschaft leben, aber das Affentheater um uns herum ist das einzige was wir haben.

Das Irrenhaus zu ertragen ist eine Sache. So lange der Pathos nicht an mich herangetragen wird ist es zwar unbefriedigend, aber erträglich, weil ich es ignorieren kann.

Das System will meine Aufmerksamkeit, es will unsere Aufmerksamkeit. Das System will Empörung, Skandale und Wut. Das ist der Stoff aus dem sich das System nährt. Ich will es aus meiner Umgebung weg haben. Ich will es nicht sehen, nicht wahrnehmen. Jawohl, ich will das System ignorieren und ich möchte nicht, dass es mir auf die Pelle rückt.

  • Nicht durch dumme Greta Kinder.
  • Nicht durch Seuchen und Pandemien.
  • Nicht durch verordnete Hausarreste.

Ich will es ignorieren. Ich komme meiner täglichen Arbeit nach, zahle meine Steuern und halte mich an die Spielregeln. Das muss genügen. Ich möchte keine Unterschrift beim Finanzamt leisten und das System auch nicht durch meine Wählerstimme bestätigen.

Ich will es ignorieren. Ihr da, ich hier – und das Beste ist, man geht sich aus dem Weg.

Ich brauche keine Impfungen (normalerweise) und möchte meinen Körper Pharmafrei halten. Nikotin und Industriefraß sind Belastung genug.

Das hat 500000 Jahre lang funktioniert (pharmafrei mein‘ ich), warum soll es jetzt nicht mehr funktionieren? Menschlicher Aktionismus macht alles nur noch fataler.

Hier ein Bericht der vermuten lässt, dass wir die Gewaltspirale im Kampf der Bakterien gegen die Antibiotika eigentlich nicht gewinnen können:

Hier ist die Erfahrung von drei Milliarden Jahren dem, meist einfachen, menschlichen Geist eben überlegen.

In diesem Sinne: Unterhaltsame Zerstreuung und noch eine frohe Hausarrest Zeit.