Die Evolution einer Stimmaufnahme
Artikel / 11.Mai.2020

Die wohl authentischste Covervrsion die ich bisher gemacht habe, dürfte „A victory of Love“ von Alphaville sein. Nun, auch wenn ich sicherlich keine ausgebildete Kopfstimme habe und die Stärke meines Klangvolumens sicherlich im Bariton- und Bassbereich liegt, so ist es dennoch möglich, mit etwas elektronischer Hilfe, Klangvolumen in die hohen Bereiche zu bekommen. Die Aufnahmen entstanden 2017. Seitdem habe ich mich auch in den Höhen etwas entwickelt. Die Rohaufnahmen, insbesondere der hohen Passagen, sind hier noch sehr kehlkopfig und mussten deshalb mit Hall, Harmoniestimmen und klanglicher Abstimmung der Doppelspur drastisch aufgepeppt werden. Weiterhin konnte ich damals meine Stimme noch nicht genau genug einpitchen, so dass immer wieder Pitchfluktuationen und überoszillierte Vibratos entstanden, die mit Vari Audio – heute habe ich eine abgespeckte Version von Melodyne zur Verfügung – ausgebessert werden mussten. Ich habe mir dieses Stück aus mehreren Gründen ausgesucht: Mein Stimmumfang entspricht in etwa dem des Herrn Schirrbaum (aka Marian Gold), auch wenn er in den Höhen deutlich besser ausgeprägt ist. Ich kenne den Text auswendig und weiß wann die Einsätze kommen Für das Rock Genre ist meine Kopfstimme bei weitem nicht ausgeprägt genug Also hab ich damit begonnen mir ein Midifile zu besorgen und erst mal ein Playback…